Anbieter haben noch viel zu tun
Das Bankgeschäft mit vermögenden Privatkunden in Deutschland befindet sich im Umbruch. Geänderte Kundenwünsche, schärfere Regulierung und Konsolidierungsdruck zwingen die Institute zum Handeln, wie eine Untersuchung der Strategieberatung Booz & Company zeigt.
Demnach müssen Privatbanken ihr Produktangebot neu ausrichten und ihren Klienten eine bessere Risikotransparenz bieten. Gleichzeitig gilt es, neue Vorgaben der Regulierer einzuhalten und Größenvorteile zu erreichen. Weitere Kostensenkungen von 10 % bis 15 % seien nötig, um international wettbewerbsfähig zu bleiben, heißt es in der Studie weiter. Insbesondere die führenden Anbieter im Private Banking sollten sich konsequenter und schneller auf die Wachstumsmärkte im Raum Asien/Pazifik ausrichten. Dort nehme die Zahl der Kunden mit einem Anlagevermögen von mehr als 1 Mio € deutlich schneller zu als in Deutschland, wo die Wachstumsrate lediglich 1,4 % betrage. Doch auch auf dem deutschen Markt gibt es Lichtblicke. So führt die Lockerung des Bankgeheimnisses vor allem in der Schweiz zur Rückführung von Anlagevermögen nach Deutschland. Bisher liegen Kundengelder in Höhe von schätzungsweise rund 200 Mrd € im Ausland.

