Globale Finanzbranche

Schnellkraft oder Ausdauer?

Die Finanzkrise geht in ihr viertes Jahr. Während intensiv um bessere Regulierung für Banken gerungen wird, vieles aber komplexer ist als erwartet und zugleich mit der ausufernden Staatsverschuldung einiger Länder neues Unheil für die Finanzmärkte droht, muss das Geschäft weitergehen, müssen Banken Geld verdienen und sich im globalen Wettbewerb gegeneinander behaupten. Wie gut gelingt ihnen das? Wie hat sich die Branche im Krisenjahr 2009 geschlagen? Hat sie erkennbar aus Fehlern gelernt? Wieder anziehende Erträge deuten darauf hin, dass die Schnellkraft vielfach wiederhergestellt ist – aber steht dahinter auch schon eine bessere Kondition? Ein Blick auf die diesjährige Analyse des britischen Magazins „The Banker“. Dirk Franke [mehr lesen]

Öffentliche Fördermittel

Impulse für die Unternehmensfinanzierung

Seit Beginn der Wirtschaftskrise vergeht kaum eine Woche, in der nicht im Rahmen von Talkshows im Fernsehen oder Beiträgen in den Printmedien darüber diskutiert wird, ob es eine Kreditklemme für Unternehmen gibt oder nicht. Eher selten wird hingegen auf Möglichkeiten der Einbindung öffentlicher Fördermittel in die Unternehmensfinanzierung eingegangen. Dies ist erstaunlich, zumal sich in der Praxis zeigt, dass Förderprogramme (zumindest derzeit) fester Bestandteil vieler Unternehmensfinanzierungen sind. Marc Seibold, Alexandra Schluck-Amend [mehr lesen]

TOP 100 der deutschen Kreditwirtschaft

Jahr der Positionswechsel

Das Duo der Frankfurter Großbanken führt das Ranking der größten deutschen Kreditinstitute mit deutlichem Abstand an. Branchenprimus Deutsche Bank weist eine Bilanzsumme von rund 1.500 Mrd € aus. Die Commerzbank hat durch die Übernahme der Dresdner Bank das Geschäftsvolumen deutlich ausgeweitet und die zweite Position gefestigt. Ein Blick auf die Gesamtbranche zeigt für das Jahr 2009 zahlreiche Positionswechsel unter den Top 100. Werner Karsch [mehr lesen]

Spanischer Bankenmarkt

Kreditausfälle belasten

Die geplatzte Spekulationsblase auf dem Immobilienmarkt hat die spanische Wirtschaft in eine tiefe Rezession gerissen. Steuerausfälle und Sozialtransfers infolge der Rekordarbeitslosigkeit vergrößern die Löcher in den Staatsfinanzen. Das Negativszenario belastet die Banken. So sind die Kreditausfälle enorm angestiegen. Besonders im Sparkassensektor befinden sich viele Institute in Existenznot. Die Großbanken haben immerhin den Vorteil der geografischen Diversifikation. Rolf Engelhardt [mehr lesen]

Mobile Banking

Smartphones – Verpassen die Banken eine Chance?

Die Verbreitung von Smartphones nimmt weltweit rasant zu. Für Banken stellt sich die Frage, welche Bedeutung die mit diesen Geräten verbundene Technologie aus Sicht des Managements, der Fachbereiche und vor allem der Kunden hat bzw. erreichen wird. Handelt es sich um einen weiteren Modetrend oder lohnt es sich, in die bankbetriebliche Nutzung von Smartphones zu investieren? Ist dies lediglich ein weiterer Interaktionskanal, oder bieten Smartphones Potenziale für gänzlich neue Dienste? Antworten gibt eine der weltweit ersten Studien zu dieser Thematik.
  Michael Rosemann, Jürgen Moormann [mehr lesen]

Kontopfändungsschutzgesetz

Grundlegende Reform

Die Reform des Kontopfändungsschutzes per 1. Juli 2010 führt zu grundlegenden Veränderungen. Das gilt insbesondere für die Einführung eines so genannten Pfändungsschutzkontos. Künftig wird es auf diesem P-Konto einen weitgehend automatischen Pfändungsschutz geben, der an die Stelle des bisherigen Antragsprinzips tritt. Der auf dem P-Konto vor Pfändungen geschützte Grundfreibetrag beträgt derzeit monatlich 985,15 €, kann aber durch Vorlage einer Bescheinigung oder durch Gerichtsurteil erhöht werden, zum Beispiel bei Unterhaltspflichten. Andreas von Oppen [mehr lesen]

Preispolitik

Honorarberatung – hohe Akzeptanzbarrieren

Derzeit bieten deutsche Finanzdienstleister – bis auf wenige Ausnahmen – ihren Privatkunden keine Honorarberatung an. Die Regionalfiliale Herford der Commerzbank AG gab Studenten der Berufsakademie Weserbergland den Auftrag, in einem einjährigen Projekt die Akzeptanz eines möglichen neuen Gebührenmodells zu untersuchen. Martin Zerth, Anke Schlotthauber, Verena Kaiser, Irina Baier [mehr lesen]

The new legitimation of banks
Retail banking of the future

The new legitimation of banks

The global financial crisis has swept across the international banking landscape like a once-in-a-century storm. The world as we know it has been radically transformed within a very short space of time. Banks’ structural problems have been exposed. Consumers and policy-makers are now articulating their interests and demands more clearly than before. But, above all, reference solely to shareholder value is no longer enough to legitimise a business model. The oft-used term “customer orientation” needs to be given more substance by creating customer value. In the retail banking of the future, measurable customer value will be an integral part of integrated corporate performance management. Rainer Neske [mehr lesen]

Privatkundengeschäft der Zukunft

Die neue Legitimation der Banken

Die weltweite Finanzmarktkrise ist wie ein Jahrhundert- Sturm über die globale Bankenlandschaft hinweg gefegt. Die Welt, wie wir sie kennen, hat sich in kürzester Zeit grundlegend geändert. Strukturelle Probleme der Banken liegen jetzt offen. Verbraucher und Repräsentanten der Politik artikulieren ihre Interessen und Forderungen deutlicher als zuvor. Vor allem aber: Allein ein Verweis auf den Aktionärsnutzen reicht für die Legitimation des Geschäftsmodells nicht aus. Der oft gebrauchte Begriff der „Kundenorientierung“ muss durch die Schaffung von Kundennutzen weiter mit Substanz versehen werden. Im Privatkundengeschäft der Zukunft wird der messbare Kundennutzen zum festen Bestandteil einer integrierten Unternehmenssteuerung. Rainer Neske [mehr lesen]

Vertriebsinnovationen

Mobile Banking kommt in Schwung

Fallende Kosten für mobile Datendienste und die technologische Weiterentwicklung mobiler Endgeräte haben dazu geführt, dass Mobile Banking in den vergangenen zwei Jahren deutlich an Kundenakzeptanz gewonnen hat. Bereits jetzt verwendet jeder fünfte deutsche Internetnutzer mobile Datendienste. Diesen Trend möchten die deutschen Banken nutzen: Mehr als 40 % der Kreditinstitute planen Investitionen in den mobilen Vertriebskanal, um die Kundenbindung zu stärken und das Handy für die Bank-Kommunikation zu erschließen. Klaus Schilling, Christoph Reuter [mehr lesen]

Garantieprodukte

Regeln in der Diskussion

Die Deutschen sind in ihrer Vermögensanlage traditionell eher risikoavers eingestellt. Daher werden Garantieprodukte in einem breiten Spektrum sowohl von Versicherungen als auch von Asset Managern angeboten. Doch trotz der homonymen Verwendung stehen hinter dem Begriff „Garantie“ bei Asset Managern und Versicherern unterschiedliche Konzepte. Der folgende Beitrag skizziert die wesentlichen Unterschiede und erläutert vor diesem Hintergrund die verschiedenen Ansätze der Eigenmittelunterlegung. Franz Feldmann, Johannes Konrad [mehr lesen]

Bankenmarkt Japan

Auf der Jagd nach frischem Eigenkapital

Japans Banken haben die weltweite Finanzkrise bisher gut überstanden. Viele konnten durch mutige Investitionen ihre internationale Position sogar stärken. Doch nun bremst die drohende Verschärfung internationaler Eigenkapitalrichtlinien Nippons Geldhäuser. Trotz rekordverdächtig hoher Aktienemissionen haben sie ihren Hunger auf frisches Kapital noch nicht stillen können. Birga Teske [mehr lesen]

Zukunftsszenario

Eckpunkte für die Universalbank 2015

Die Transformation der Universalbank hin zur „Mass Customized Distribution Bank“ analysiert eine Studie des Kompetenzzentrums „Sourcing in der Finanzindustrie“ der Universitäten St. Gallen und Leipzig. Das MCD-Bank-Modell ist gekennzeichnet durch die Verbindung von Individualisierung im Kundenkontakt und Standardisierung im Abwicklungsbereich. Rainer Alt, Thomas Puschmann, Falk Kohlmann, Thomas Zerndt [mehr lesen]

Die Transformation der Banken

Auf der Suche nach neuen Wertschöpfungsstrukturen

Die Erhöhung der Wertschöpfung ist eine der zentralen Aufgaben, denen sich Banken stellen müssen. Aber wie kann die Wertschöpfung in Zukunft erfolgen? Um diese Frage zu beantworten, verdeutlicht der folgende Beitrag zunächst die Notwendigkeit neuer Wertschöpfungsstrukturen. Daran anknüpfend wird ein Bild für mögliche Bankenarchitekturen der Zukunft entwickelt, das anhand aktueller Entwicklungen und Beispiele erläutert wird. Daraus leitet der Autor Handlungsempfehlungen für das Bankmanagement ab. [mehr lesen]

Best Ager

Wertschöpfung durch Wertschätzung

Die ältere Generation ist die wohlhabendste und die einzige wachsende Bevölkerungsgruppe. Von rund einem Drittel der Deutschen heute, wächst ihr Anteil in den nächsten zehn Jahren auf schätzungsweise 47 %. Nur eine adäquate Betreuung dieser Klientel garantiert der Finanzbranche auch langfristig Ertragszuwächse im Privatkundensegment. Gerade bei der Zielgruppe Best Ager ergeben sich für innovative Banken große Chancen. Helmut Muthers [mehr lesen]

Debitkarten

Ein Markt im Umbruch

Die Schaffung der Single Euro Payments Area betrifft auch das Zahlungsmedium Karte. In Deutschland gilt dies insbesondere für die mehr als 90 Mio Debitkarten des girocard-Systems. Wie es das SEPA Cards Framework vorgibt, hat die Umstellung auf die SEPA für Karten Anfang 2008 begonnen. Der Abschluss der Migration ist für Ende 2010 vorgesehen. Die Hälfte der Zeit ist also verstrichen, ein guter Anlass, um einen Blick auf die Entwicklung des deutschen girocard-Systems in dieser Umbruchphase zu werfen. Joachim Fontaine [mehr lesen]

Finanzplanung für Frauen

Ladies' Finance

Beim Thema Geld lassen viele Frauen die Zügel schleifen. Dabei sind gerade sie auf eine umsichtige Finanzplanung angewiesen. Denn Karriere, Familie und Altersvorsorge unter einen Hut zu bekommen, ist denkbar schwierig. Mit exklusiven Veranstaltungen und Beratungsangeboten wollen einige Banken ihre Kundinnen bei der finanziellen Weichenstellung unterstützen. Birga Teske [mehr lesen]

Insolvenzwelle

Neue Muster in der Problemkreditbetreuung

Die Zahl der Firmenzusammenbrüche steigt stark an. Dabei ist eine bemerkenswerte Veränderung zu erkennen: Während in früheren Konjunkturkrisen vor allem kleine Firmen schnell in Probleme gerieten, sind nunmehr auch viele große Unternehmen betroffen, wie beispielsweise die Fälle Arcandor und TMD Friction zeigen. Die höheren Fallzahlen und die aktuelle Größenstruktur bei den Insolvenzen erfordern eine Anpassung der Sanierungs- und Abwicklungsprozesse in Banken und Sparkassen. Wolfgang Portisch [mehr lesen]
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Stichwort
  • » Geldvermögen wieder im Aufwärtstrend: Das Bruttogeldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland ist im abgelaufenen Jahr 2009 nach Schätzungen von Allianz Global Investors auf 4,64 Billionen € gewachsen. Damit liegt das Bruttogeldvermögen Ende 2009 um 4,4 % höher als im Jahr 2008, in dem es auf 4,45 Billionen € gesunken war.
Buchtipp
  • » Max M. Warburg: Die Geschichte des Bankiers Max M. Warburg ist auch die Geschichte des Bankhauses Warburg und der Familie vor dem Hintergrund der jeweiligen politischen Verhältnisse. Gabriele Hoffmann fügt ihrer Biografie über Max Warburg diesen drei Ebenen eine vierte hinzu: den Antisemitismus.

 

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